Nationalismus

Fundamentum

Denkmäler im Kaiserreich - Das Hermannsdenkmal
Das Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald in Detmold
Das Siegesdenkmal wurde von 1938 bis 1875 errichtet. Es sollte erinnern an die „Schlacht im Teutoburger Wald“, in der 9. n. Chr. ein römische Armee von germanischen Stämmen unter der Führung des Arminius vernichtet wurde.

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Das Denkmal steht auf der Grotenburg, einem Berg im Teutoburger Wald. Es zeigt den Cheruskerfürsten Arminius (lat.), auf Deutsch Hermann genannt. Mit der rechten Hand streckt er ein Schwert in die Höhe, mit der linken stützt er sich auf einen Schild, auf dem Kopf trägt er einen geflügelten Helm. Die Figur steht auf einem mächtigen Sockel. Insgesamt hat das Denkmal eine Höhe von ca. 54m. Das Schwert trägt die Inschrift:
„Deutsche Einigkeit meine Stärke – meine Stärke Deutschlands Macht“.
Im Sockel befindet sich ein Bronzerelief Kaiser Wilhelms I., das aus einer erbeuteten französischen Kanone angefertigt wurde. Die Inschrift dazu lautet:
„Der lang getrennte Stämme vereint mit starker Hand,
Der welsche Macht und Tücke siegreich überwand,
Der längst verlorne Söhne heim führt zum Deutschen Reich,
Armin, dem Retter, ist er gleich. (…)

Am 17. Juli 1870 erklärt Frankreichs Kaiser, Louis Napoleon, Preußen Krieg, da erstunden alle Volksstämme Deutschlands und züchtigten von August 1870 bis Januar 1871 immer siegreich französischen Übermut unter Führung König Wilhelms von Preußen, den das deutsche Volk am 18. Januar zum Kaiser erkor.“

Arbeitsauftrag
1. Erklären Sie, an was das Hermannsdenkmal (ursprünglich) erinnern soll. Ergebnisse Nat 1
2. Erklären Sie die Inschrift im Sockel. Was bedeutet diese? Was hat der Krieg gegen Frankreich mit der „Schlacht im Teutoburger Wald“ 9 n. Chr. zu tun? Ergebnisse Nat 2
3. Bewerten Sie den Zweck des Hermanndenkmals im Deutschen Kaiserreich? Ergebnisse Nat 3

Youtube mit zusätzlichen Infos
http://www.youtube.com/watch?v=MMYBdphG9xk

Additum

Lieder im Kaiserreich
Die Wacht am Rhein
1840 von Max Schneckenburger gedichtet und 1854 von Karl Wilhelm vertont, hatte im Kaiserreich von 1871 neben dem Lied Heil dir im Siegerkranz beim Volk den – wenngleich nie offiziellen – Status einer Nationalhymne der Deutschen; so wurde das Lied auch bei offiziellen Anlässen gesungen.

//Es braust ein Ruf wie Donnerhall,
wie Schwertgeklirr und Wogenprall:
Zum Rhein, zum Rhein, zum deutschen Rhein!
Wer will des Stromes Hüter sein?
Refrain
Lieb Vaterland magst ruhig sein,
lieb Vaterland magst ruhig sein:
Fest steht und treu die Wacht,
die Wacht am Rhein!
Fest steht und treu die Wacht,
die Wacht am Rhein!

Durch Hunderttausend zuckt es schnell,
und aller Augen blitzen hell;
der Deutsche, bieder, fromm und stark, (Variante: der deutsche Jüngling, fromm und stark)
beschützt die heil'ge Landesmark.
Refrain

Er blickt hinauf in Himmelsau'n,
da Heldenväter niederschau'n,
und schwört mit stolzer Kampfeslust:
Du Rhein bleibst deutsch wie meine Brust!
Refrain

Solang ein Tropfen Blut noch glüht,
noch eine Faust den Degen zieht,
und noch ein Arm die Büchse spannt,
betritt kein Feind hier deinen Strand!
Refrain

Der Schwur erschallt, die Woge rinnt
die Fahnen flattern hoch im Wind:
Am Rhein, am Rhein, am deutschen Rhein
wir alle wollen Hüter sein.
Refrain

Und ob mein Herz im Tode bricht,
wirst du doch drum ein Welscher nicht.
Reich, wie an Wasser deine Flut,
ist Deutschland ja an Heldenblut!
Refrain
(erweiterte Strophe im 1.WK)

So führe uns, du bist bewährt;
In Gottvertrau'n greif' zu dem Schwert,
Hoch Wilhelm! Nieder mit der Brut!
Und tilg' die Schmach mit Feindesblut!//

*Wacht am Rhein (Audiovisuell- Youtube)
http://www.youtube.com/watch?v=oKkRS4rL6Pw

Arbeitsauftrag
1. Stellen Sie die Hauptaussage des Liedes heraus. Ergebnisse Nat a 1
2. Optional: Erstellen Sie aus "der Wacht am Rhein" ein Musikvideo! (Moviemaker; Sie können selber singen und tanzen, oder ein Video zu dem Lied erstellen) Ergebnisse Nat a 2
3. Erläutern Sie, wie dieses Lied zu unterschiedlichen Zeiten verstanden und gedeutet werden konnte. Ergebnisse Nat a 3

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